Ethisches Investieren

Anlagethema „Ethisches Investieren“

Allgemeine Themenperformance

Seit Auflage des Themas 1. Dezember 2016 - 31. März 2020
- 3,7%
Die letzten 12 Monate 1. April 2019 - 31. März 2020
- 10,8%

Vergangene Renditen besitzen keine verlässliche Aussagekraft über die zukünftige Wertentwicklung.

Worum geht's?

„Kein vernünftiger Mensch ist gegen Öko. Mich interessieren aber auch die Renditen meiner Kapitalanlage.“

„Ökologie muss auch ökonomisch sein, sonst macht es keinen Sinn.“

Können Sie sich mit diesen Aussagen anfreunden? Dann lesen Sie doch bitte weiter!

Lange Zeit galten ethische Investments als Sache für weltfremde Spinner und idealistische Träumer. Zum Glück liegen diese Zeiten hinter uns. Umweltskandale, die Besinnung auf nachhaltiges Wirtschaften sowie das gewachsene Umweltbewusstsein der Gesellschaft sind die Eckpfeiler für den Erfolg ethischer und nachhaltiger Geschäftsmodelle. Als Standard für ethische und nachhaltige Investitionen haben sich die weltweit anerkannten ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) durchgesetzt. Kontrovers diskutiert werden weiterhin zwei Ansätze, um Unternehmen anhand ethischer Kriterien auszuwählen:

  • Ausschlussverfahren: Dazu zählen Aktivitäten in den Bereichen Rüstung, Alkohol und Tabak, Glücksspiel, Waffen und Pornografie.
  • Best-in-Class-Ansatz, der die Unternehmen nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien beurteilt.

Letzteres ist deswegen umstritten, da hier innerhalb einer Klasse ( z.B. Branche ) stets der am höchsten bewertete der «best in class» ist – Klassenbester. Da es in jeder Branche einen Klassenbesten geben muss, finden auch kontrovers diskutierte Unternehmen Einzug.

Für Schlagzeilen sorgte der Selektionsansatz des Dow Jones Sustainability Index 2010, als der Klassenbeste ein alter Bekannter war: der Ölkonzern BP. Als es auf der Ölbohrplattform Deep Horizon kurz darauf zu Explosionen kam und der Golf von Mexiko stark verschmutzt wurde, wurde BP aus dem Index geworfen – und durch Halliburton ersetzt. Vom Regen in die Traufe sozusagen, denn auch Halliburton war an der Katastrophe im Golf von Mexiko beteiligt.

Warum sollte ich in dieses Thema investieren?

Zwischen 2012 und 2014 stieg das Volumen nachhaltig verwalteter Vermögen global um 61 Prozent auf 21,4 Billionen Dollar an. Angeführt wird dieser Trend von institutionellen Investoren. So beispielsweise in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich und Skandinavien, wo Pensionsfonds gesetzlich verpflichtet sind, nachhaltig zu investieren.

Weltweit erkennen immer mehr Investoren, dass der vermeintliche Widerspruch zwischen nachhaltigen, ethischen Anlagen und Renditeerzielung nicht mehr existiert. Im Gegenteil: aktuelle Studien belegen, dass nachhaltig und ethisch wirtschaftende Unternehmen in Zukunft höhere Erträge für Ihre Anteilseigner erzielen, als Unternehmen, die diese Aspekte unberücksichtigt lassen. Eine Langfrist-Untersuchung der Harvard Business School stellt sogar fest, dass Investitionen in Unternehmen, die hinsichtlich materiell wichtiger Nachhaltigkeitsaspekte besonders gut abschneiden, von einer deutlich besseren Börsenkursentwicklung im Vergleich zu anderen Firmen profitieren.

Chancen

  • Langfristig stabile Renditen
  • Fördert ethisch und nachhaltig orientierte Unternehmen
  • Unternehmen die heute schon alles richtig machen sind zukünftige Gewinner

Risiken

  • Ausschluss einiger Branchen und Unternehmen (geringere Diversifikation)
  • Aktienmarktrisiko und Kursverluste möglich

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