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Abgeltungssteuer: Fallen Steuern für Kapitalerträge an?

Auf Kapitalerträge wird für in Deutschland steuerpflichtige Personen die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggfs. Kirchensteuer erhoben. Die Abgeltungssteuer wird von der Depotbank, der Baader Bank AG, direkt an das Finanzamt abgeführt. Sie haben jedoch die Möglichkeit, der Baader Bank AG einen Freistellungsauftrag zu erteilen, um den Sparer-Pauschbetrag (ehemals: Steuerfreibetrag) von 801 Euro pro Jahr für eine Einzelperson oder von 1.602 Euro pro Jahr für ein Ehepaar zu nutzen, wenn Sie verheiratet sind.

Im Zusammenhang mit der Abgeltungssteuer fragen unsere Kunden immer wieder zwei Dokument-Vorlagen bzw. Mustervorlagen an:

Was ist ein Freistellungsauftrag?

Mit dem Freistellungsauftrag können Sie Ihre Bank anweisen, maximal 801 Euro pro Jahr als Einzelperson oder 1.602 Euro pro Jahr als Ehepaar der Kapitalerträge von der Quellensteuer bzw. Abgeltungssteuer freizustellen.

Wie kann ich einen Freistellungsauftrag einrichten?

Den Freistellungsauftrag senden Sie bitte unter Angabe Ihrer Stammnummer bei der Baader Bank , Ihrer Depotbank, per E-Mail, Fax oder Post an :
Baader Bank Aktiengesellschaft
Weihenstephaner Str. 4
85716 Unterschleißheim
Deutschland
Fax: +49 89 5150 1111
E-Mail:Kundenservice@baaderbank.de

Was ist eine Verlustbescheinigung?

In einer Verlustbescheinigung werden steuerliche Verluste ausgewiesen, die bis zum Jahresende nicht mit Kapitalerträgen verrechnet wurden. Die Verlustbescheinigung wird nur auf Antrag ausgestellt, welcher bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres gestellt werden kann. Über Ihre Einkommenssteuererklärung können Sie für ein Kalenderjahr sämtliche Gewinne und Verluste Ihrer Kapitalanlagen verrechnen lassen.

Wie kann ich eine Verlustbescheinigung beantragen?

Den Antrag auf Verlustbescheinigung senden Sie bitte unter Angabe Ihrer Stammnummer bei der Bank ausgefüllt und unterschrieben per E-Mail, Fax oder Post an folgende Adresse:
Baader Bank Aktiengesellschaft
Weihenstephaner Str. 4
85716 Unterschleißheim
Deutschland
Fax: +49 89 5150 1111
E-Mail:Kundenservice@baaderbank.de

Woher und wann erhalte ich die Steuerbescheinigung für mein investify-Depot?

Die Steuerbescheinigung wird durch die Baader Bank im März des Folgejahres erstellt. Diese finden Sie unter "Meine Daten" nachdem Sie sich auf www.investify.com angemeldet haben.

Quellensteuer und Abgeltungssteuer: Definition und Geschichte

Die in Deutschland 2008 eingeführte Abgeltungssteuer ist eine Quellensteuer, weil sie unmittelbar an der Quelle der betreffenden Einkünfte also bei den Finanzinstituten erhoben wird. In der Praxis führen die Kreditinstitute und Banken die Abgaben direkt an die jeweiligen Finanzämter ab, ohne einen besonderen Ausweis in der Einkommenssteuererklärung des Anlegers. Mittels Freistellungsauftrag und Verlustbescheinigung können diesbezügliche Freibeträge geltend gemacht werden.
Hintergrund: In Deutschland und damit für Personen, die ihr Einkommen in Deutschland versteuern, wurde 1991 die sog. Quellensteuer von der damaligen Bundesregierung erstmalig in Höhe von 10% eingeführt und relativ kurz danach wieder abgeschafft, weil vermehrt Kapital ins Ausland abgewandert ist.
Seit 2008 gilt die Abgeltungssteuer in Deutschland. Die mit der Unternehmenssteuerreform 2008 verabschiedete Abgeltungssteuer (Quellensteuer) regelt wie Einkünfte aus Kapitalerträgen und private Veräußerungsgewinne zu versteuern sind. Fragt man wie hoch die Abgeltungssteuer 2018 und 2019 in Deutschland ist, gilt ein pauschaler Satz von 25%. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer können zusätzlich anfallen, so dass die Besteuerung von Kapitalerträgen 28% erreichen kann.

Quellensteuer nach Ländern

Höhe der Quellensteuer bzw. Abgeltungssteuer verschiedener EU-Länder, sowie USA, kanada und China
Land Quellensteuersatz
Belgien 25%
Deutschland 25%
Frankreich 25%
Irland 20%
Italien 27%
Luxemburg Bis 15%
Niederlande 15%
Österreich 35%
Schweiz 35%
Norwegen 25%
Außereuropäische Quellensteuersätze
USA 30%
Kanada 25%
China 0%

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand 12/2018, bei Unsicherheiten oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

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