Sebastian Hasenack

Entspannung an der Börse

Die Börse atmet auf: Die dunklen Wolken, die das Gesamtbild im Juni getrübt haben, ziehen vorbei – stattdessen herrscht im Juli sonnige Stimmung an der Börse. Eine mögliche Entschärfung der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China trägt ebenso zur positiven Entwicklung der Börsen weltweit bei wie die Modifizierung der expansiven japanischen Geldpolitik, die nicht die befürchtete Straffung nach sich zog. Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert weiter von der guten Konjunktur mit vollen Auftragsbüchern bei Unternehmen und einer robusten Binnenwirtschaft. Die Inflationsrate in der Eurozone ist im Juli stärker als erwartet gestiegen. Den eher durchwachsenen Juni haben die Themeninvestments von investify gut überstanden: In der Langzeitbetrachtung weisen fast alle Themen nach wie vor eine starke Rendite auf und auch im Juli konnten sich Anleger wieder über größtenteils positive Performances freuen. Vor allem die beiden neueren Themeninvestments „Titanen der Alpen“ und „Nordlichter“ erzielten mit einem Wertzuwachs von 7,0 und 4,5 Prozent gute Ergebnisse und platzierten sich damit im Juli unter den Spitzenreitern. Negativrenditen erzielten im vergangenen Monat lediglich die Themeninvestments „Gold“, „Cyber Security“ sowie die „Nachwachsenden Renditen“. Mit einem Minus zwischen 0,6 und 2,5 Prozent fielen die Kursschwächen jedoch eher moderat aus.

Starker deutscher Handel im Juli

Für den DAX lief es im Juli so gut wie lange nicht mehr: Der deutsche Aktienindex legte im Hochsommer um einige Punkte zu und verzeichnete zum Monatsende ein Plus von 4 Prozent. Einer der Überflieger war unter anderem die Lufthansa. Sie konnte die teure Integration von Teilen des Konkurrenten Air Berlin und höhere Treibstoffkosten dank gesteigerter Ticketpreise weitgehend wettmachen. Die operativen Gewinne des Unternehmens überstiegen die Erwartungen. Auch die gute Auftragslage und der forcierte Stellenausbau in der Industrie spiegeln sich in der Rendite des Themeninvestments „Zugpferde der deutschen Wirtschaft“ wider. Nach einer eher schleppenden Entwicklung in den vergangenen beiden Monaten nimmt auch dieser Sektor wieder Fahrt auf und beschert Anlegern, die auf dieses Thema setzen, ein Plus von insgesamt 5,1 Prozent.

„Nachwachsende Renditen“: Dürreperiode schadet der Landwirtschaft

Die Dürre der letzten Wochen hat vor allem das Themenportfolio „Nachwachsende Renditen“ hart getroffen: Im Juli verlor es 2,3 Prozent an Wert. Durch die Hitze müssen viele landwirtschaftliche Betriebe große Einbußen in der Ernte befürchten, Folgen der extremen Wetterbedingungen sind beispielsweise Bodenerosionen. Für Produkte aus der Landwirtschaft dürfte sich das in naher Zukunft in den Verbraucherpreisen niederschlagen. „Das wird jedoch noch eine Weile dauern“, so Sebastian Hasenack. „Das komplette Schadensbild dürfte ohnehin erst nach der Erntebilanz Ende August vorliegen. Für die Zukunft gilt es nun, eine zukunftsfähige Landwirtschaft mit neuen Techniken und Bewirtschaftungsweisen zu entwickeln, um den extremen Temperaturen im Sommer entgegenzuwirken.“ Dabei setzt die Landwirtschaft vor allem auf Vielfalt, eine Abkehr von der Monokultur und den Verzicht von Pestiziden auf Feldern.

Screenshot Performances Themendienst Juli 2018

Performance der Basisanlagen

Vom Aufschwung an den europäischen und US-amerikanischen Märkten profitieren auch die Basisanlagen von investify. Nachdem diese im Juni durchweg auf einem niedrigen Niveau stagnierten, konnten Anleger im Juli Gewinne einfahren. Während die risikoärmste Variante (Basisanlage 1) im vergangenen Monat zwar eine leicht negative Rendite aufwies (- 0,1 %), konnten die höheren Risikostufen ein Renditeplus zwischen 0,5 und 2,5 Prozent einfahren. Im Durchschnitt wuchs der Wert der Basisanlagen im Juli um rund 1,2 Prozent.

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