Ausbreitung des Corona-Virus belastet Finanzmärkte – wie sollten sich Anleger verhalten?

Erstellt am: 25. März 2020 | Von: investify


Der deutsche Leitindex Dax hat seit dem 19/02/2020 mit deutlichen Kursrückgängen zu kämpfen, an manchen Tagen büßte er rund 10 Prozent ein. Auch andere Indizes blieben nicht verschont. Der Dow Jones musste mit rund 13 Prozent sogar den größten Tagesverlust seit 30 Jahren verkraften.

Zwischenzeitlich gab es immer wieder Anzeichen von Entspannung, diese waren aber selten von Dauer. Die US-Notenbank reagierte mit einer Reihe von Maßnahmen, um Wirtschaft und Finanzmärkte zu stützen. Sie senkte den Leitzins auf null und kündigte ein umfangreiches Ankaufprogramm von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren an. Am 23/03/2020 hat die FED angekündigt, 300 Milliarden US-Dollar bereitzustellen, um Privathaushalten und Unternehmen zu Krediten zu verhelfen. Auch die Europäische Zentralbank kündigte ein Notfallprogramm mit einem Umfang von 750 Milliarden Euro an, das bis Ende 2020 laufen soll. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde schrieb dazu auf Twitter: „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln.“

Wie reagieren viele Anleger in der derzeitigen Situation?

Eins vorweg – es ist absolut verständlich, wenn Anleger aufgrund der Verluste der letzten Wochen verunsichert sind. Wichtig und erfahrungsgemäß richtig ist aber auch: Angst ein schlechter Ratgeber am Finanzmarkt.

Zahlreiche Studien der Behavioral Finance befassen sich mit dem Herdentrieb an der Börse, erstmals wurde dieser bereits im Jahr 1841 beschrieben. Das Grundmuster lautet: Der einzelne Anleger folgt dem, was die breite Masse tut. Ein bekanntes Beispiel ist das Platzen der Dot-Com-Blase im März 2000. In Goldgräberstimmung hatte die breite Masse zuvor Aktien erworben, ohne jedoch die Stabilität und Seriosität der Unternehmen zu betrachten. Die Folgen sind bekannt und auch ein Grund dafür, weshalb noch heute eine gewisse Aversion gegenüber Wertpapieren festzustellen ist, obwohl diese bei guter Auswahl und Streuung nachweislich zu den besten langfristigen Vermögensanlagen zählen.

Sollten Anleger verkaufen, aushalten oder weiter investieren?

Um sich dieser Frage zu nähern, hilft oft ein Blick auf vergangene Krisen an den Finanzmärkten. Immer wieder hat es in der Börsenhistorie Ereignisse gegeben, die kurzfristig zu starken Kursschwankungen geführt haben (z. B. 11. September 2001, Finanzkrise 2008).

Hier zeigt sich deutlich, dass auf jede noch so gravierende Korrektur eine Phase der Erholung folgte und sich die Kurse langfristig meist mehr als erholten. Wir haben Ihnen dies grafisch anhand der Indizes MSCI World, MSCI USA und MSCI Europe für den Zeitraum der letzten 20 Jahre aufbereitet.

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Lassen Sie uns die einzelnen Optionen näher betrachten:

Verkaufen: Wenn Sie zu stark gesunkenen Kursen verkaufen, erleiden Sie einen Realverlust. Zwar können Sie bei unverändert fallenden Kursen ein weiteres Absinken des Depots vermeiden. Andererseits: Sie sind nicht investiert, wenn die Kurse sich wieder erholen. Dem Finanzexperten André Kostolany wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen.“

Aushalten: Die meisten Kunden von investify haben einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont. Wichtig ist, dass man dieser Positionierung treu bleibt und nicht aufgrund von Marktkorrekturen sein Anlagekonzept kurzfristig verwirft. Der von investify verfolgte strategische Investment-Ansatz geht davon aus, dass sich die Börsen von derartigen Einbrüchen mittel- bis langfristig erholen werden. Auch mit Blick auf die Auswirkungen des Corona-Virus gehen wir davon aus, dass sich die Märkte ähnlich verhalten werden wie in der Vergangenheit – und in die Gewinnzone zurückkehren.

Investieren: Der berühmte Bankier Carl Mayer von Rothschild pflegte zu sagen: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen“. Die aktuelle Situation ist sicherlich nicht direkt mit vergangenen Krisen zu vergleichen, aber eines scheint gewiss: Sobald eine Lösung der aktuellen Krise absehbar ist, werden die Kurse wieder steigen. Zahlreiche Unternehmen forschen mit Hochdruck an geeigneten Medikamenten und Impfstoffen. Auch wenn aktuell viel Volatilität herrscht, nehmen nicht wenige Anleger die Situation zum Anlass, um günstig zu investieren. Wer in dieser Frage noch eher zurückhaltend ist, sollte einen Sparplan einrichten, um so sein Risiko zu minimieren und langfristig von günstigen Einstiegskursen zu profitieren. Zur Wirkungsweise des Durchschnittskosteneffekts erhalten Sie hier weitere Informationen.

Weshalb ist investify auch in der aktuellen Lage ein sicherer Partner?

Einer der Vorteile der digitalen Vermögensverwaltung ist, dass Emotionen durch den Einsatz von Algorithmen ausgeblendet werden. investify umgeht somit das Dilemma des oben beschriebenen Herdentriebs und handelt basierend auf fundierten Fakten.

Zur Umsetzung der Allokation unserer Basisanlagen greifen wir auf die Kompetenz von BlackRock Aladdin zurück und setzen in unseren Basisanlagen auf Multi-Asset-Portfolios. 

Die investify Basisanlage ist ein in sich durch BlackRock optimiertes Portfolio. Zur Berechnung der Allokation verwendet BlackRock Aladdin ein Multifaktor-Modell, welches z. B. Volatilitäten, erwartete Renditen und Korrelationen berücksichtigt. Das quantitative Screening von BlackRock bewertet Risikopositionen und Veränderungen der weltweiten wirtschaftlichen Situation täglich.

Um Ihnen weiterhin den bestmöglichen Service bieten zu können, haben wir zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Welche dies sind, erfahren Sie hier.

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