Bewegung beim Brexit

Erstellt am: 15. November 2019 | Von: investify


Rezessionsängste ließen die Aktienmärkte schwach in den Oktober starten. Eine sich anbahnende Annäherung im US-chinesischen Handelskonflikt und in dem weiterhin ungelösten Brexit-Chaos ließen die Kurse im Verlauf des Monats aber weiter anziehen.

Annäherung im Handelskonflikt

Weiterhin schwache Konjunkturdaten trieben zum Monatsstart die Rezessionsängste weiter an und ließen die Aktienmärkte vorerst den Rückwärtsgang einlegen. Positiv wirkten sich Anfang des Monats einzig die solide ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten aus. Sie wussten die Märkte etwas zu beruhigen. Zudem wurden die Daten für den Vormonat nach oben revidiert.

 

Größere Erleichterung brachte die Teileinigung der chinesischen Regierung und der US-Administration im Handelskonflikt. Nach der 13. Verhandlungsrunde verkündete der chinesische Verhandlungsführer, dass es substanzielle Fortschritte in den Verhandlungen gab. Als unmittelbare Folge der Teileinigung verzichteten die USA auf ihre geplante Erhöhung der bisherigen Zölle auf chinesische Importe. Zudem vermeldeten beide Parteien eine baldige Unterschriftsreife des Teilabkommens.

Johnson und EU nähern sich an

Zusätzliche wirkten sich die wieder in Bewegung kommenden Brexit-Verhandlungen positiv auf die Vorsicht der Anleger aus. Rechtzeitig zum EU-Gipfel Mitte Oktober konnten sich die EU und die Briten auf ein neues Austrittsabkommen einigen. Trotz der anschließend verschobenen Abstimmung des britischen Parlaments über den „Deal“ blieb die positive Stimmung an den Märkten bestehen. Die im Anschluss von der EU abermals gewährte Verschiebung des Brexits auf Ende Januar 2020 sorgte bei den Anlegern zwar für keine Freudensprünge, allerdings dürfte die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Großbritanniens ohne Deal gesunken sein.