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Die Trendwende bestätigt sich nicht

Erstellt am: 19. Mai 2022 | Von: investify


Überblick

Nach einer vorsichtigen Erholung der Aktienmärkte im März scheint der April wieder von den kriegerischen Maßnahmen und den kommenden Unsicherheiten geprägt zu sein. Die nun folgenden Monatsperformances spiegeln allerdings lediglich die Entwicklungen der Anfangs- und Schlusskurse zu Monatsanfang und Monatsende wider und bilden nicht die täglich stark schwankenden Kurse ab. Der Stoxx Europe 600, bestehend aus den größten Unternehmen Europas, verlor im April -2,47 Prozentpunkte, was im Vergleich zu den weltweit anderen großen Indizes nur ein leichter Rückgang ist. Das ist insofern bemerkenswert, als dass der Krieg in der Ukraine die größten Auswirkungen auf europäischem Boden zeigen sollte. Der größte Verlierer in unserer Betrachtung im April ist der S&P 500, bestehend aus den 500 größten US-Unternehmen. Der Index verlor im April -8,51 % an Wert, im März hingegen verzeichnete er noch den größten Anstieg. Verloren hat auch der MSCI World im April deutlich an Wert mit -3,94 Prozentpunkten. Die im letzten Artikel beschriebene Trendwende bestätigt sich damit leider vorerst nicht. Alle Index-Angaben sind wie immer auf Euro-Basis.

Die Auswirkungen des Krieges auf Deutschland

Der Krieg in der Ukraine geht unvermindert weiter. Dank der Waffenlieferungen aus den verbündeten Staaten der Ukraine wurde ein Rückdrängen Russlands in Teilen des Landes erreicht. Dadurch wurden schlimme Kriegsverbrechen bekannt, die sich beide Kriegsparteien gegenseitig in die Schuhe schieben. Die Sanktionen entfalten weiterhin nur bedingt Wirkungen, da Zentraleuropa die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas nicht ohne weiteres stoppen kann. Wirtschaftsminister Habeck hat deshalb eine Reise nach Katar angetreten, um im Notfall des Lieferungsstopps Alternative Quellen für die deutschen Haushalte und Industrie bereithalten zu können. Der Prozess zur Rohstoffunabhängigkeit schreitet also langsam voran.

Auch wenn die ukrainischen Streitkräfte kurz aufatmen konnten, hoffen wir an dieser Stelle auf einen schnellstmöglichen Stopp der kriegerischen Handlungen und die baldige Verbesserung der humanitären Lage vor Ort.

Die ersten Folgen der hohen Inflation

Im April gibt es aus Sicht der Inflationsbetrachtung weiterhin keine Entspannung: Die deutsche Inflationsrate lag mit ca. 7,4 % auf Vormonatsniveau. Experten vermuten zunächst keine Entspannung, sodass die Bundesregierung erste Maßnahmen einleitet. Der Benzin- und Dieselpreis soll um ca. 30 Cent pro Liter gesenkt werden, gleichzeitig wird das 9 €-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr sowie eine Energiekostenpauschale kommen. Vor allem die Benzinkostensenkung erntet viel Kritik, da beispielsweise eine CO2-Steuer an anderer Stelle klimafreundlichere Anreize setzen würde und gleichzeitig der Bedarf und die Abhängigkeit von russischem Öl verringert werden könnte. Einen ähnlichen Effekt hätte eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Deutschlands Autobahnen (bei 130 km/h 600 Mio. Liter Treibstoff pro Jahr). Dessen Umsetzung jedoch scheitert laut Verkehrsministerium an fehlenden Schildern. Die Maßnahmen haben zunächst das Ziel, kurzfristig die Geldbeutel der Bürger an den Kostenpunkten zu entlasten, die gerade stark von der Inflation betroffen sind. Langfristig werden Marktinnovationen und nachhaltige Alternativen die Kostenpunkte Energie und Verkehr auf einem angepassten Preisniveau halten müssen.

Aus den Kreisen der EZB indes ist von einer Leitzinsanhebung die Rede, mehr dazu soll im Mai folgen.

Prognose

Wie befürchtet, wird die Inflation wohl noch eine Weile das aktuelle Niveau halten, auch ein Stopp der kriegerischen Handlungen scheint aktuell nicht in Sicht zu sein. Anleger sollten daher weiterhin den Inflationsschutz im angemessenen Chance-Risiko-Verhältnis im Portfolio berücksichtigen. Die vermutlich bald steigenden Leitzinsen könnten nochmal einige Marktverschiebungen mit sich bringen, mehr dazu im nächsten Journalartikel.

Performanceübersicht investify

Übersicht Basisanlage
Basisanlage 30.11.2016 - 30.04.2017 30.04.2017 - 30.04.2018   30.04.2018 - 30.04.2019   30.04.2019 - 30.04.2020 30.04.2020 - 30.04.2021 30.04.2021 - 30.04.2022
Basisanlage 1 0,1% -0,3% 0,4% 1,3% 0,7% -5,0%
Basisanlage 2 3,1% 1,3% 3,3% 0,4% 5,5% -3,2%
Basisanlage 3 5,1% 1,5% 5,6% -0,6% 10,4% -1,6%
Basisanlage 4 5,6% 2,3% 6,3% -2,2% 17,0% -0,8%
Basisanlage 5 7,6% 3,3% 7,1% -4,1% 21,1% 0,1%
Basisanlage 6 9,0% 4,7% 7,8% -5,4% 32,8% 2,2%
 

Die Berechnung der Performancekennzahlen basiert auf Daten von Refinitiv. Alle Angaben sind nach Abzug der Produktkosten und vor Abzug der Vermögensverwaltungsgebühr. Der Abzug der individuellen Vermögensverwaltungsgebühr würde die Wertentwicklung verringern. Die Höhe der Vermögensverwaltungsgebühr können Sie dem Kostenblatt entnehmen.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte ist mit Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Übersicht Themeninvestments
Themeninvestment   30.11.2016 - 30.04.2017   30.04.2017 - 30.04.2018   30.04.2018 - 30.04.2019 30.04.2019 - 30.04.2020 30.04.2020 - 30.04.2021 30.04.2021 - 30.04.2022
  Blockchain-Technologie10 k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Venture Capital by Frank Thelen 9 k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Future Mobility 8 k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 5,3%
Cyber Security 1 k.A. k.A. 28,4% 7,5% 37,6% 10%
Robotik 13,7% 17,2% 10,9% -1,3% 48,6% -3,0%
US-Tech-Größen 11% 11,1% 29,3% 21,1% 40,8% 18%
Disruptive Welt 6,8% 12,2% 16,5% -4,4% 49,5% -17,5%
Wasser 9,6% -3% 15,8% 2,5% 33,9% 9,4%
Dividendenkönige 14,6% 2,5% 10,6% -10,5% 25,4% 13,8%
Zugpferde der deutschen Wirtschaft 18,8% 10,6% 3,2% -8,8% 33,8% -9,4%
Medizin 2.0 3 k.A. k.A. k.A. 11,4% 22,7% 5,3%
Zukunftsenergie 3 k.A. k.A. k.A. 6% 54,2% -0,1%
Gold 5,4% -11,3% 4,6% 36,5% -6,2% 22,9%
Gründergeführte Unternehmen 18,6% 7,5% -10,6% -10,8% 39,2% -5,7%
Alternde Bevölkerung 6% 2,9% 1,5% -9,4% 39,4% -4,1%
Big Data 4 k.A. k.A. k.A. k.A. 56,4% -0,5%
Ethisches Investieren 12,1% 2,6% -0,4% -5,4% 33,6% 9,1%
Titanen der Alpen 2 k.A. k.A. 19,7% 10,4% 9,9% 19,6%
Nachwachsende Renditen 2 k.A. k.A. -2,9% -15,2% 55,5% 25,2%
Nordlichter 2 k.A. k.A. 7,0% -3,1% 45,2% 5,2%
Wachstumswunder Indien 5 k.A. k.A. k.A. k.A. 36,9% 31,2%
(Still) Stay@Home Select 7 k.A. k.A. k.A. k.A. 58% -14%
Wertorientiertes Anlegen 6 k.A. k.A. k.A. k.A. 30,7% 14,2%
Oldschool Behaviour (Corona Recovery Basket) 7 k.A. k.A. k.A. k.A. 35,3% -0,5%

1 Start: 16.05.2017

2 Start: 02.06.2017

3 Start: 15.02.2019

4 Start: 01.08.2019

5 Start 21.11.2019

6 Start 01.04.2020

7 Start 01.05.2020

8 Start: 21.12.2020

9 Start: 01.09.2021

10 Start: 01.03.2022


Die Berechnung der Performancekennzahlen basiert auf Daten von Refinitiv. Alle Angaben sind nach Abzug der Produktkosten und vor Abzug der Vermögensverwaltungsgebühr. Der Abzug der individuellen Vermögensverwaltungsgebühr würde die Wertentwicklung verringern. Die Höhe der Vermögensverwaltungsgebühr können Sie dem Kostenblatt entnehmen.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte ist mit Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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