Christian Harr

Die Aktienmärkte konnten sich in den vergangenen Monaten deutlich vom Einbruch im Dezember erholen. Der deutsche Leitindex DAX holte rund 9,1%, der Euro Stoxx 50 rund 9,9% auf. Auch jenseits des Atlantiks standen die Zeichen gut.

Marktüberblick zum Jahresbeginn 2019

Die Finanzmärkte starteten turbulent in das neue Jahr 2019. Die bestehenden geopolitischen Risiken ließen die Börsenindizes zum Jahresbeginn weiter fallen. Allen voran zeigte sich die chinesische Wirtschaft unter dem anhaltenden Handelsstreit mit den USA angeschlagen. Dies veranlasste Apple seine Umsatzprognosen aufgrund eines schwächelnden China-Geschäfts nachträglich zu senken, was als deutliche Warnung an den Finanzmärkten interpretiert wurde.

 

Der Handelsstreit zwischen den USA und Europa sowie zwischen den USA und China beschäftigte die Märkte auch die ersten beiden Monate in diesem Jahr. Zeigten sich die globalen Auswirkungen des amerikanischen Protektionismus bereits deutlich im schwächsten Wirtschaftswachstum Chinas seit fast drei Jahrzehnten, sorgte auch die Androhung von Strafzöllen der USA gegenüber Autoimporten aus der EU zum Schutze der nationalen Sicherheit für negative Impulse. Die Sorgen vor einer sich verstärkenden globale Konjunkturabkühlung setzte den Märkten zu.

 

Das größte Sorgenkind der globalen Konjunkturentwicklung war aber auch einer der Antreiber für die steigenden Kurse der vergangenen Monate. Kündigte die chinesische Regierung Anfang Januar an, ihre Wirtschaft und Konjunktur mit einem größeren Steuersenkungspaket zu stimulieren, sorgte ebenfalls ein Annähern der chinesischen und amerikanischen Unterhändler im Handelsstreit für ein sich aufhellendes Bild. Unter anderem will China seinen derzeitigen Handelsüberschuss gegenüber den USA bis zum Jahre 2024 auf null reduzieren. Ende Februar ließ Präsident Trump verlauten, dass die Gespräche zwischen den beiden Regierungen sehr produktiv wären. Über den Fortschritt wurde nichts weiter bekannt. Dennoch ließ der amerikanische Präsident verlauten, dass die ursprünglich angesetzte Erhöhung der US-Strafzölle auf chinesische Importe am 1. März 2019 verschoben wird.

 

Weitere positive Impulse lieferte die amerikanische Wirtschaft selbst. Neben einer Einigung der Republikaner und Demokraten im US-Haushaltsstreit, präsentiert sich die größte Volkswirtschaft der Welt weiterhin als sehr robust. Anfang 2019 vermeldete das US-Arbeitsministerium für den Berichtszeitraum Dezember 2018 die Schaffung von 312.000 neu entstandenen Arbeitsplätzen (außerhalb der Landwirtschaft) und wusste positiv zu überraschen. Die durchschnittliche Erwartung der Marktteilnehmer lag deutlich niedriger.

 

Daneben dürfte aber auch die amerikanische Wirtschaft auf eine baldige Lösung der Handelsstreitigkeiten hoffen. Zwar vermelden amerikanische Unternehmen weiterhin deutlich steigende Unternehmensgewinne, allerdings dürften dies die letzten Ausläufer der großen Steuerreform gewesen sein. Zumindest signalisieren das Verhalten und die Aussagen der amerikanischen Zentralbank eine steigende Vorsicht der US-Währungshüter.

 

Auf dem europäischen Kontinent dominiert nach wie vor das Thema Brexit. Mitte Januar lehnt das britische Parlament das von der britischen Regierung ausgehandelte Abkommen mit der EU deutlich mit 432 zu 202 Stimmen ab. Trotz des ursprünglichen „Neins“ der EU-Kommission, wird die EU Nachverhandlungen nicht vermeiden können, sofern ein harter Brexit seitens der EU vermieden werden möchte.

Marktentwicklung an den Aktienmärkten

Die Aktienmärkte konnten sich in den vergangenen Monaten deutlich von dem starken Einbruch im Dezember erholen. Der deutsche Leitindex DAX holte rund 9,1% auf, der Euro Stoxx 50 entwickelte sich mit einem Plus von rund 9,9% etwas besser. Auch jenseits des Atlantiks standen alle Zeichen auf grün. So gelang dem S&P 500 seit Jahresanfang ein deutliches Plus von rund 11,1 %. Auch die asiatischen Märkte zeigten sich freundlich und konnten zulegen.

 

Auch Rohstoffe verteuerten sich an den Märkten teilweise wieder deutlich. Die Rohölsorten Brent und WTI legten über 20% zu. Ebenso erfreute sich Palladium einer weiterhin sehr hohen Nachfrage und verteuert sich um knapp 21,5%. Im Windschatten dieses Anstiegs stieg Platin rund 9,7% an. Im Zuge der anhaltenden geopolitischen Risiken zog der Goldpreis in den vergangenen beiden Monaten ebenfalls um weitere 2,4% an.

Performanceübersicht investify*

Auch die Kunden von investify konnten von der positiven Entwicklung der Finanzmärkte profitieren.

Übersicht Basisanlagen

Performanceübersicht der Basisanlagen digitale Vermögensverwaltung investify Jahresbeginn 2019*
Basisanlage Ab Start* 12 Monate rollierend** 24 Monate rollierend*** Jahr 2019 Februar 2019
Basisanlage 1 -0,6% 0,0% -0,9% 0,3% 0,0%
Basisanlage 2 4,5% 1,2% 2,3% 2,4% 0,8%
Basisanlage 3 7,9% 2,4% 3,7% 4,3% 1,4%
Basisanlage 4 10,8% 2,9% 5,6% 6,6% 2,1%
Basisanlage 5 13,6% 2,9% 7,0% 8,6% 2,7%
Basisanlage 6 17,2% 2,9% 9,0% 10,2% 3,2%
* 01.12.2016 bis 28.02.2019, sofern nicht anders angegeben
** 01.03.2018 bis 28.02.2019
*** 01.03.2017 bis 28.02.2019
alle Angaben nach Produktkosten und vor Vermögensverwaltungsgebühr (1% p.a.)

 

Die investify-Basisanlagen entwickelten sich in den ersten beiden Monaten durchweg positiv. Bei unserer Basisanlage mit dem höchsten Risiko machte sich die hohe Aktienquote spürbar bemerkbar. Sie stieg rund 10,2% an, die Basisanlage mit dem geringsten Risiko rund 0,3%.

Übersicht Themen

Performanceübersicht der Themeninvestments digitale Vermögensverwaltung investify Jahresbeginn 2019*
Themeninvestments Ab Start* 12 Monate rollierend** 24 Monate rollierend*** Jahr 2019 Februar 2019
Robotik 34,0% -2,5% 20,9% 17,9% 5,9%
Zugpferde der deutschen Wirtschaft 24,8% -6,1% 11,9% 10,3% 2,0%
Gründergeführte Unternehmen 9,0% -15,2% -1,2% 13,8% 2,9%
Dividendenkönige 25,4% 8,4% 14,4% 9,8% 3,7%
Die schnellsten 25 42,2% 11,5% 29,2% 14,5% 7,8%
Ethisches Investieren 9,8% -3,8% 2,0% 13,4% 3,5%
Wasser 17,5% 10,9% 9,8% 14,5% 6,5%
Disruptive Welt 29,5% 9,9% 23,2% 15,9% 5,9%
Alternde Bevölkerung 9,4% 0,2% 2,7% 10,7% 3,2%
Gold -2,7% 6,3% -9,5% 3,4% 0,1%
Cyber Security**** 32,4% 23,6% k.A. 20,7% 9,0%
Titanen der Alpen***** 3,0% 11,3% k.A. 11,3% 5,0%
Nordlichter***** 0,2% 1,0% k.A. 9,8% 3,5%
Nachwachsende Renditen***** 6,9% -3,2% k.A. 11,8% -0,5%
Top Picks****** -18,2% -12,2% k.A. 6,8% 1,3%
* 01.12.2016 bis 28.02.2019, sofern nicht anders angegeben
** 01.03.2018 bis 28.02.2019
*** 01.03.2017 bis 28.02.2019
**** Start: 16.05.2017
***** Start: 02.06.2017
****** Start: 06.10.2017
alle Angaben nach Produktkosten und vor Vermögensverwaltungsgebühr (1% p.a.)

 

Die investify-Themenwelt konnte ebenfalls durchweg von der positiven Entwicklung profitieren. Auch das defensivere Themeninvestment „Gold“ entwickelte sich dank einer erhöhten Nachfrage nach dem Rohstoff mit einem Plus von 3,4% positiv. Vor allem die Themeninvestments, die ihren Schwerpunkt in der Technologiebranche haben, stiegen teilweise kräftig an. So konnte das Themeninvestment „Cyber Security“ seit Jahresbeginn rund 20,7% zulegen. Dank des positiven Starts in das Jahr konnte sich auch das Thema „Gründergeführte Unternehmen“ von der negativen Entwicklung im vierten Quartal vergangenen Jahres etwas erholen und stieg um rund 13,8% an.

 

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Über den Vermögensverwalter investify

Die investify S.A. ist der erste volldigitale und gleichzeitig individuelle Vermögensverwalter und Robo-Advisor. Standorte sind Luxemburg und Köln. Das Unternehmen verfügt über eine Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung und ist europaweit durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF Luxemburg) reguliert. investify verwaltet das Vermögen seiner Kunden nach individuellen Vorgaben und bietet Themeninvestments. Auf Basis der eigenen, hochmodernen Vermögensverwaltungsplattform kann investify eine individuelle Vermögensverwaltung für eine große Kundenanzahl anbieten. investify ist damit für Privatanleger und im B2B-Bereich für die Zusammenarbeit mit Banken, Versicherungen und Unternehmenskunden positioniert.
Mit einer digitalen Vermögensverwaltung von investify erleben Kunden eine Geldanlage mit diesen Vorteilen:

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