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Mit Schwung starteten die Aktienmärkte weltweit in das zweite Quartal 2019. Ein großer Antreiber der Aufwärtsbewegung konnte in der Erwartung einer baldigen Beendigung des US-Handelsstreits mit China gefunden werden. Daneben sorgten auch die US-Notenbank und die EZB für Rückenwind. Beide Notenbanken stellten den Anlegern eine weiterhin lockere Geldpolitik in Aussicht.

Verschärfung des Handelskonflikts: Eine scheinbar nicht enden wollende Geschichte

Im Mai drehte sich die Stimmung und die Aktienmärkte gaben teilweise bis zu 10% nach. Verhalf der positive US-Arbeitsmarktbericht für April noch zu einem positiven Start in den Monat, so sorgte eine Verschärfung des Handelsstreits zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China für negative Vorzeichen. Die Eskalation im US-Handelsstreit mit China ließ die Aktienmärkte erneut einbrechen und die Risikoaversion der Anleger deutlich ansteigen. Sorgten im April noch positive Signale von beiden Seiten für eine erhöhte Zuversicht einer baldigen Beilegung des Handelsstreits, so beendeten beide Parteien ihre Gespräche im Mai ergebnislos. Statt auf Einigung wurde von beiden Parteien auf Konfrontationskurs geschwenkt. So reagierte die US-Administration mit der Erhöhung seiner Zölle auf chinesische Importe in einem Umfang von rund 200 Milliarden US-Dollar. Als Gegenmaßnahme verkündete die chinesische Regierung Zölle auf US-Importe in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar. Zudem hat die Zentralregierung in Peking beschlossen, die Importzölle im Allgemeinen zu senken, außer für Produkte aus den USA. Daneben wurden Sojabohnen-Importe aus den USA komplett verboten. Um die heimische Landwirtschaft zu stützen, ließ die US-Regierung ein Hilfspaket für die Landwirtschaft in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar verkünden. Aller Streitigkeiten zum Trotz hält US-Präsident Trump eine Einigung dennoch weiterhin für möglich.Auch wirtschaftlich sorgte vor allem der US-Arbeitsmarktbericht für positive Stimmung. So wurden im März 2019 zur Überraschung der Marktakteure mehr neue Jobs geschaffen als erwartet. Daneben startete auch die US-Berichtsaison positiv in das zweite Quartal. So vermeldete beispielsweise die US-Großbank JP Morgan Mitte April einen Gewinn in Höhe von 9,2 Milliarden Euro für das erste Quartal 2019. Allgemein sorgten die vermehrt positiven Überraschungen der Berichtssaison für eine Beflügelung der Aktienmärkte. Daneben sorgte auch die chinesische Wirtschaft für positive Impulse und konnte die weltweiten Konjunktursorgen etwas eindämmen. So konnte die chinesische Wirtschaft im Vergleich im ersten Quartal leicht stärker zulegen als vom Markt erwartet.

Die Querelen beider Regierungen dürften die Weltwirtschaft weiterhin in Atem halten und für regelmäßige Volatilitätsausbrüche sorgen. Aktuell dürften Zugeständnisse seitens der US-Regierung in Richtung Peking allerdings kaum zu erwarten sein. Die US-Wirtschaft zeigt sich dank eines hohen Inlandskonsums und einer niedrigen Arbeitslosenquote weiterhin sehr robust und scheint, zumindest aktuell, durch die protektionistische Politik der US-Regierung noch keinen allzu großen Schaden genommen zu haben.

Entwicklung neuer Brandherde: Nicht nur der Handelskonflikt birgt Risiken

Neben den Handelsstreitigkeiten mit China sorgte vor allem der Konflikt der USA mit dem Iran für erhöhte politische Marktrisiken. Seit der Aufkündigung des Atomabkommens durch die Amerikaner, sind die Spannungen zwischen beiden Ländern spürbar angezogen. Daneben heizt Präsident Trump mit seinen aggressiven Tweets (z.B.: „If Iran wants to fight, that will be the end of Iran“) die Stimmung weiterhin an. Den bisherigen Höhepunkt des Konflikts wurde durch den Abschuss einer US-Drohne durch den Iran Ende Juni erreicht. Der Iran beharrt auf der Position, dass die US-Drohne den iranischen Luftraum verletzt hat. Die US-Regierung behauptet das Gegenteil. Glücklicherweise blieb bisher eine militärische Reaktion seitens der USA auf den Abschuss der Drohne aus.

Einen anderen Brandherd konnte die mexikanische Regierung durch Zugeständnisse ihrerseits umgehen. So kündigte Präsident Trump Anfang Juni Strafzölle auf Importe aus Mexiko an, sofern Mexiko seine Anstrengungen im Kampf gegen die illegale Einwanderung nicht verstärken würde. Durch schnelle Zugeständnisse konnten die Zölle abgewendet werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die USA die wichtigste Exportdestination für Mexiko ist, sind die schnellen Zugeständnisse keine Überraschung.

Ein Versuch der Stabilisierung: Notenbanken bringen sich in Position

Positiv zur Entwicklung der Aktienmärkte trugen auch die Notenbanken bei. So ist die antizipierte Wahrscheinlichkeit der Marktteilnehmer einer möglichen Zinssenkung in den USA im zweiten Quartal merklich angestiegen. Daneben verkündete die EZB, dass die Leitzinsen bis mindestens Mitte 2020 auf dem heutigen Niveau verbleiben werden. Die realwirtschaftlichen Probleme werden dementsprechend derzeit von der expansiven Geldpolitik der Notenbanken in Schach gehalten.

Übergangene Risiken? Die Risiken des ungelösten Brexit geraten etwas in den Hintergrund

In Anbetracht einer möglichen Beilegung des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China geriet der Brexit und die damit einhergehenden Sorgen zu Beginn des Quartals in den Hintergrund. Anfang April erntete der ausgehandelte EU-Austrittsvertrag seitens des britischen Parlaments seine dritte Ablehnung. Die ausbleibende Reaktion der Aktienmärkte deutete daraufhin, dass die Marktakteure die Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der europäischen Union als nicht wahrscheinlich eingestuft haben. Auch die mit der Ablehnung einhergehende Fristverlängerung bis Ende Oktober 2019 wirkte auf die Finanzmärkte beruhigend.

Im Mai belastete der angekündigte Rücktritt der britischen Premierministerin May für ansteigende Verunsicherung. Vor allem die mögliche Nachfolge eines „Brexit-Hardliners“ ließ die Sorgen der Anleger anwachsen. Damit wäre ein harter Brexit wieder im Bereich des Möglichen. Allerdings dürfte auch dieser, nach aktuellem Stand, im britischen Parlament durchfallen. Im Juni sorgte die Europawahl nochmal für Spannung. Zwar blieb der befürchtete Rechtsruck aus, allerdings fanden sich auch keine klaren Mehrheiten.

Wirtschaftlich wurden die Sorgen in Europa etwas größer. Zwar profitiert die europäische Wirtschaft derzeit wie die US-Wirtschaft von einem starken Inlandskonsum, allerdings verzeichnete die Industrie einen deutlichen Auftragsrückgang aus dem Ausland.

Performanceübersicht investify

Übersicht Basisanlagen

Performanceübersicht der Basisanlagen der digitale Vermögensverwaltung investify S.A.
  Ab Start* 24 Monate rollierend*** 12 Monate rollierend** Jahr 2019 Q2 2019
Basisanlage 1 0,9% 1,2% 1,4% 1,7% 0,9%
Basisanlage 2 6,9% 4,5% 3,0% 4,8% 1,3%
Basisanlage 3 11,2% 7,0% 4,4% 7,5% 1,6%
Basisanlage 4 14,8% 9,6% 5,3% 10,5% 1,9%
Basisanlage 5 18,5% 11,3% 5,9% 13,3% 2,3%
Basisanlage 6 22,2% 13,1% 5,8% 14,9% 2,2%
   
* 01.12.2016 bis 30.06.2019, sofern nicht anders angegeben
** 01.07.2018 bis 30.06.2019
*** 01.07.2017 bis 30.06.2019

alle Angaben nach Produktkosten und vor Vermögenverwaltungsgebühr (1% p.a., bzw. 0,8% ab EUR 100.000)

 

Übersicht Themeninvestments

Performanceübersicht der Themeninvestments der digitale Vermögensverwaltung investify S.A.
  Ab Start* 24 Monate rollierend*** 12 Monate rollierend Jahr 2019 Q2 2019  
Robotik 39,3% 23,7% 3,6% 22,6% 0,5%  
Zugpferde der deutschen Wirtschaft 33,1% 11,1% 0,9% 17,7% 4,7%  
Gründergeführte Unternehmen 11,1% -6,7% -12,5% 15,9% 2,6%  
Dividendenkönige 29,2% 12,5% 8,9% 13,2% 2,1%  
Die schnellsten 25 57,3% 45,8% 15,7% 26,7% 4,4%  
Ethisches Investieren 10,4% 1,5% -3,8% 14,0% 2,2%  
Wasser 24,9% 17,8% 16,2% 21,7% 4,2%  
Disruptive Welt 37,7% 31,1% 7,6% 23,1% 2,7%  
Alternde Bevölkerung 9,2% 4,2% 0,1% 10,6% 0,2%  
Gold 4,4% 8,3% 15,3% 10,9% 7,3%  
Cyber Security**** 38,0% 45,2% 16,5% 25,8% 2,5%  
Titanen der Alpen***** 13,7% k.A. 24,4% 22,8% 7,0%  
Nordlichter***** 3,9% k.A. 5,1% 13,8% 1,4%  
Nachwachsende Renditen***** 6,1% k.A. -9,0% 10,7% -2,2%  
Top Picks****** -11,4% k.A. -6,6% 13,4% 5,3%  
             
* 01.12.2016 bis 30.06.2019, sofern nicht anders angegeben  
** 01.07.2018 bis 30.06.2019  
*** 01.07.2017 bis 30.06.2019  
**** Start: 16.05.2017  
***** Start: 02.06.2017  
****** Start: 06.10.2017  
alle Angaben nach Produktkosten und vor Vermögenverwaltungsgebühr (1% p.a., bzw. 0,8% ab EUR 100.000)  

 

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Über den Vermögensverwalter investify

Die investify S.A. ist der erste volldigitale und gleichzeitig individuelle Vermögensverwalter und Robo-Advisor. Standorte sind Luxemburg und Köln. Das Unternehmen verfügt über eine Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung und ist europaweit durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF Luxemburg) reguliert. investify verwaltet das Vermögen seiner Kunden nach individuellen Vorgaben und bietet Themeninvestments. Auf Basis der eigenen, hochmodernen Vermögensverwaltungsplattform kann investify eine individuelle Vermögensverwaltung für eine große Kundenanzahl anbieten. investify ist damit für Privatanleger und im B2B-Bereich für die Zusammenarbeit mit Banken, Versicherungen und Unternehmenskunden positioniert.
Mit einer digitalen Vermögensverwaltung von investify erleben Kunden eine Geldanlage mit diesen Vorteilen:

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